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KEYTON, eine Verbindung aus Design, Bequemlichkeit
11. Mai 2005
Expansión Zeitung

Das Unternehmen entwirft, produziert und vertreibt Massagesessel. Sein Einsatz in F+E konnte bereits in über hundert Patente umgesetzt werden und stellt die Grundlage für seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt dar.

J.JARDON.Madrid

Eurokeyton ist ein Familienunternehmen, das 1989 ins Leben gerufen wurde. Sein Gründer, Enrique Cantó, lernte in den achtziger Jahren auf einer Elektronikmesse in Las Vegas (USA) die dortigen Massagesessel kennen und fasste daraufhin den Entschluss für diese ein Vertriebsnetz in Spanien aufzubauen. Er gab sein bisheriges Audio-Video-Unternehmen auf, und wechselte in eine Branche, welche eine bessere Gewinnspanne versprach. Zu Beginn widmete sich das Unternehmen dem Vertrieb für ein aus Japan importiertes Produkt, bald jedoch wurde der Beschluss gefasst, die Sessel selbst zu entwerfen und herzustellen.

Im Unternehmen sind heute 90 Angestellte beschäftigt; das Werk befindet sich in Alicante. Dort ist auch die Innovationsabteilung untergebracht, in der ein Team aus sieben Mitarbeitern arbeitet. "Auf diesem Markt kommt die Konkurrenz aus China und Japan. Sie erneuert sich ständig. Wir wollten auf Technologie setzen und auf eine Design, das dem europäischen Geschmack näher ist", erläutert Pedro Alvado, Generaldirektor von Eurokeyton.

Das Unternehmen exportiert siebzig Prozent seiner Produktion in über vierzig Länder und vermarktet sie unter dem Markennamen Keyton. "Hohe Würdenträger haben bereits unsere Sessel erworben. Wir sind davon unterrichtet, der Papst Johannes Paul II. kaufte einen und die Ehefrau von Tony Blair erwarb ebenfalls eines unserer Modelle", unterstreicht Alvado. Der Generaldirektor bestätigt, dass das Unternehmen ab diesem Jahr in den USA mit einer Niederlassung präsent sein wird, zu der auch ein Lager sowie verschiedene Handelsvertreter gehören. "Obwohl wir in den USA schon etwas verkauft haben, zeigt sich der amerikanische Markt etwas zurückhaltend gegenüber Importwaren, von denen es im Land selbst noch keine Modelle gibt", bemerkt Alvado.

Für das Unternehmen sind die Bereiche Forschung und Entwicklung grundlegend, es muss aber zugegeben werden, dass die Durchführung von Projekten ohne eine bedeutende finanzielle Unterstützung nicht möglich wäre. Das Unternehmen, das bereits über hundert Patente besitzt, entwickelte bisher drei Projekte mit der Hilfe des spanischen Zentrums für technologische und gewerbliche Entwicklung (CDTI).

1997 gewährte das CDTI der Firma einen zinslosen Kredit für die Entwicklung eines vollständigen Massagesystems für Sessel. Im Jahr 2003 gelang es erneut diese Hilfe für die Entwicklung eines Produktes in Anspruch nehmen zu können, welches ein integriertes Shiatsu Massagesystem besitzt. Auch im vergangenen Jahr konnte mit der Finanzierung des CDTI für eine internationale technologische Werbekampagne für dieses Massagesystem gerechnet werden. "Die weiche Finanzierung, die wir vom CDTI und anderen Behörden erhalten haben, machten es möglich, dass wir heute stehen, wo wir sind", erklärt Alvado.

"Unsere Ziele für die nächsten Jahre liegen im Wachstum und dem Erschließen neuer Märkte sowie im Festigen des Markennamens Keyton", bestätigt der Generaldirektor des Unternehmens. "Hinsichtlich Forschung und Entwicklung gehen unsere Anstrengungen in Richtung auf die Branche des Spa. Wir würden gerne das entsprechende Spezialmobiliar für diese Erholungsbereiche bereitstellen, für die in den hoteleigenen Wellness-Zentren eine immer größere Nachfrage besteht. Ebenfalls ist die Entwicklung eines Projektes zur Auffächerung des Produktes vorgesehen. Dafür werden wir versuchen verschiedene Hilfen zu bekommen, da es sich um ein recht kostenaufwändiges Projekt handelt", erläutert Alvado.